Ertwartungsfroh unter Leitung der beiden Fachkräfte Anette und Andreas unternahm ein Teil der Gruppe eine Ausflugsfahrt nach Jyväskylä. Auf der Suche nach dem Botanischen Garten durchquerten wir die größte Schul- und Universitätsstadt Mittelfinnlands. Beim durchstreifen des Geländes fanden wir kostenlose Äpfel, die wir uns schmecken ließen. Der botanische Garten entpuppte sich als großes "Dehner" Einkaufzentrum. Ein bisschen entmutigt erstürmten wir den höchsten Bergrücken der gesamten Region (265m). Hoffnungsschwanger rüttelten wir an der Eingangstür zum Turmcafe. Jedoch wie wir eigentlich wissen müßten, montags ist jede öffentliche Einrichtung geschlossen. An einem kleinen Imbissstand (Grilli 21) erfrischten wir uns bei Pizza, Kaffee und Softdrinks. Dann besichtigten wir noch die berühmten Universitätsgebäude entworfen von Alvar Aalto.
Auf der Rückfahrt nach Honkiniemi wählten wir eine Seitenroute aus. Wir sahen noch die berühmte Holzkirche von Petäjävesi, natürlich leider nur von außen. Pünktlich um 18.00 Uhr kamen wir zum Abendessen zurück.
Der fussfeste Teil der Gruppe begab sich auf eine Abenteuertour. Nach Jannes Anweisung fuhren wir erstmal falsch, aber eigentlich wollten wir nur ausprobieren, wie groß der Wendekreis des Busses ist. Schnell verließen wir bewohnte Gebiet und fuhren über holprige Pisten weiter. Die Wege wurden immer schmaler bis wir am Parkplatz ankamen. Wir folgtem dem rot-gelb beschilderten Weg mitten durch die finnische Wildnis, wo wir plötzlich auf drei Hütten und einen Grillplatz stießen. Eine Hütte war zum Übernachten, eine Holzschuppen mit Plumpsklo und - Hütte drei war natürlich eine Sauna mit kleinem Badesee davor. Wir folgten dem europäischen Fernwanderweg E 6; ein Teil der Gruppe war so schnell, dass Nancy fragte ob diese zum Frühstück Rentierjagdwurst gegessen hätten. Der Weg führte zwischen kleinen Seen hindurch, die zu einem der größten Moorgebiete Suomis gehören. Deshalb mussten wir immer wieder kleine Brücken aus Baumstämmen überqueren, die teilweise recht morsch waren. Nach ca. 5 km war der nächste Grillplatz erreicht und wir machten Brotzeit. Leider fraßen uns die Schnaken fast auf, so dass wir schnell weiter wanderten. Elke lief zurück um den Bus zu holen. Quer durch die tiefste Wildnis schlugen wir uns bei Donnergrollen , Blitzen, Regen und Hagelschauern weiter voran, meilenweit von jeglicher Zivilisation entfernt. Armin unser Pilzexperte (FUNGHIIST) sammelte mit uns Pfifferlinge, Birkenpilze und andere leckere Exemplare. "Mehrere Tage" später sammelte Elke uns mit dem Bus durchnäßt und durchgefroren wieder auf.
Wir tauschen unsre nassen Klammotten untereinander aus, André mit Vroni, Franz mit Elke usw. Der Bus wurde auf Saunatemperatur aufgeheizt, bis wir alle schwitzen. Nach der Rückkehr machten wir gemütliche Kaffeepause mit von der Elke spendiertem Gebäck.
Nach dem gemeinsamen Abendessen gut und reichlich wie immer, begaben wir uns zum Boote fahren auf den See.
Nach dem Sonnenuntergang ließen wir es uns am Indoor-Grillplatz gut gehen. Janne hatte eine Überraschung für uns vorbereitet. Wir grillten unsren Quietschkäse, der auch als Brotkäse, Kaffeekäse oder als Leipäjuusto gerühmt wird. Dazu gab es DIE finnische Spezialität - Lakkabeerenmarmelade. Die Lakkabeere wir auch Sumpfbeere, Moorbeere, Torfbeere oder Moltebeere genannt und ist auf der finnischen 2 €uro Münze abgebildet. Sie ist ein Relikt aus der Eiszeit. André unser Pilzkoch grillte die geschnippelten Köstlichkeiten. Ein wunderschöner Abend ging mit vollem Bauch zu Ende und wir rollten ins Bett. Gute Nacht!!!! Die ganze Wahrheit über diesen Abend bleibt unser Geheimnis.

1 Kommentar:
Danke sehr an den Webmaster.
Gruss Eike
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